Unter einer Kreditkarte versteht man eine Karte zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen. Dies kann im realen Leben (z.B. in Geschäften, Restaurants) oder auch über das Internet bei so genannten Online-Shops geschehen. Sie kann in fast allen Ländern bei mehreren Millionen Akzeptanzstellen gebraucht werden. Erfunden wurde die Kreditkarte von einem Amerikaner, der nach dem Mittagessen in einem Restaurant feststellen musste, dass er sein Bargeld zu Hause liegen gelassen hat. Er gründete daraufhin den Diners Club, den ersten Herausgeber von Kreditkarten.
Kreditkarte heißt sie deshalb, weil in den meisten Fällen durch die Benutzung der Karte ein Kreditverhältnis zwischen Kartenbenutzer und Kartenherausgeber entsteht. Der Verkäufer der Ware oder der Dienstleister erhält das Geld vom Kartenherausgeber bzw. dessen Bank, der Käufer (Karteninhaber) muss diese erst später, nach Erhalt der Abrechnung (meistens monatlich) bezahlen. Dafür hat der Karteninhaber eine Gebühr (Kommission) zu bezahlen.
Weil mit der Benutzung der Karte ein Kreditverhältnis entsteht, prüft der Kartenherausgeber sehr genau, an wen er eine solche Kreditkarte ausstellt. So muss der Kunde eine gute Bonität und Kreditwürdigkeit besitzen. Sollte also eine negative Schufa-Auskunft vorliegen, wird keine Kreditkarte ausgestellt werden. Es gibt heute auch die verschiedensten Arten von Kreditkarten. Von der normalen Karte über die Goldkarte bis zur Platinkarte. Die Bezeichnung ist je nach Kreditkarteninstitut verschieden. Gemeinsam dabei ist, dass sie eine gewisse Bonität des Kunden zur Schau tragen. So muss für eine Platinkarte ein vorgeschriebenes, minimales Einkommen oder Vermögen vorhanden sein, was bei einer "normalen" Karte nicht der Fall ist.
Ausnahmen gibt es auch hier. Noch nicht sehr lange gibt es auch so genannte Prepaid-Kreditkarten. Diese können speziell nur auf Guthabenbasis benutzt werden, wodurch kein Kreditverhältnis entsteht. Der Kunde braucht deshalb nicht näher geprüft zu werden. Diese Karte kann auch an Personen mit schlechter Bonität herausgegeben werden.

In früheren Zeiten erfolgte die Abrechnung der Geschäfte durch ausfüllen von Belegen, die per Postweg eingereicht werden mussten. Dadurch entstand eine gewisse Gefahr des Missbrauchs der Karte, da es nicht sofort ersichtlich war, ob eine Karte gesperrt ist. Dieses Problem besteht heute praktisch nicht mehr, da die Transaktionen fast ausschließlich elektronisch erfolgen und sofort online geprüft wird, ob die Karte ok ist. Für den Verkäufer der Waren/Dienstleistungen entstehen aus der Bezahlung mit Kreditkarte kosten in der Höhe von 3% - 5% plus eine kleine feste Gebühr pro Transaktion.
Für den Kunden besteht natürlich die Gefahr, dass man seine Ausgaben aus den Augen verliert, da z.B. erst Ende Monat eine Abrechnung über alle Ausgaben zugesandt wird. Dieser Gefahr kann heute mit der oben erwähnten Prepaid-Kreditkarte aus dem Weg gegangen werden. Vor allem in angelsächsischen Ländern ist es verbreitet, dass die Rechnung in Raten bezahlt werden kann. Dies ist allerdings auch in Mitteleuropa immer mehr möglich.
In einigen Ländern ist es fast unmöglich, ohne Kreditkarte zu leben. Vor allem in den USA ist es vielerorts nicht üblich, mit Bargeld zu zahlen. Auch können z.B. Fahrzeuge an Flughäfen praktisch nur mit Kreditkarten gemietet werden. Bei Barzahlung muss eine relativ hohe Kaution hinterlegt werden. In den meisten Fällen erleichtern aber Kreditkarten das alltäglich Geschäftsleben im privaten und geschäftlichen Bereich ungemein.